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Schiffsmodellbau und wie ich es sehe!

Schnellbaukasten kaufen, zusammen kleben und das war es?

Nein! Daher stelle ich meine Sichtweise dar, bewerte es kritisch und hinterfrage: Woher? Warum? Wie mache ich es?

Die Fortsetzung des 2. Baus des Modells „Hermann Marwede“ verzögert sich. Es hat sich bereits einiges getan. Ein Tip: Schauen Sie am linken Bildschirmrand unter der Überschrift: „Aktuelle Beiträge“ nach. Stand: 22.10.2019

Nach langer Vorbereitung und Umsetzung für die Gestaltung des Modells „Hermann Marwede“ II, wurden insgesamt 18 Elektrische Beleuchtungskörper am Mast realisiert. Der Aufwand ist nicht gerade unerheblich. Deshalb habe ich bereits die Mastbeleuchtung als Teilbericht eingestellt und aktuelle Bilder hinzugefügt. Stück für Stück geht es dann weiter. Abgeschlossen ist der Bau des Tochterbootes „Verena“. Dazu auch wieder Bilder vom Bau und den einzelnen Bauschritten bishin zur aufwendigen Lackierung mit der Airbrush-Pistole.

Doch nun der Reihe nach, so wie ich begann und den Modellbau Schritt für Schritt erweiterte.

Das nachfolgende Bild zeigt meinen ersten Frachter die „Estebogen“, Baubeginn 1988. Sehr schnell genügten die Teile des Baukastens meinen Vorstellungen von einem Schiffsmodell bei weitem nicht mehr. Preß- bzw. Tiefziehteile, befanden sich in unzureichender Qualität und Ausführung. Die Deckskräne z.B. habe ich nicht verwendet, sondern nach Original-Werftplänen komplett und maßstabsgetreu aus Bronzeblech erbaut und gelötet! Wer sich noch an das alte Baukastenmodell „Scol Progress“ erinnert, weis wovon ich hier spreche!!! Über die Funkfernsteuerung lassen sich außer den Fahrbewegungen vorwärts und rückwärts, auch das eingebaute Bugstrahlruder für die seitwärts-Bewegungen steuern. Wie ich noch in meinen Wettbewerbsschilderungen an anderer Stelle ausführe, ist der Einbau eines Bugstrahlruders fast schon ein muß. Die komplette Fahr-und Decksbeleuchtung kann per Funk an- oder abgeschaltet werden. Selbst bei näherem Hinsehen, sind die Positionslaternen, Lampen in den Masten und an Deck kaum zu erkennen. Einer Nachtfahrt steht somit nichts im Wege und ist ein erhebendes Gefühl. So erzeugt die richtige Wahl und Anordnung der Beleuchtung ein naturgetreues Bild bei Nacht!

Auf erster Testfahrt
Testen aller Fahrfunktionen.

Bei der Berichtsfertigung meines ersten Baus eines fernlenkbaren Schiffsmodells – die „Estebogen“ (Maßstab 1:100), werde ich auch auf Probleme hinweisen, die der Neuling nicht zu ahnen wagt. Hierzu, aber auch zu anderen Fragen, beziehe ich so nach und nach Stellung und füge Ergänzungen hinzu. Da ich die Gestaltung dieser Homepage selbst vornehme und ich darin kein Profi bin, benötige ich sehr viel Zeit. Tipps zur Ausgestaltung dieser Homepage und zu wünschenswerten Beiträgen wären willkommen. Gern antworte ich auf ehrliche Fragen und unterstütze, wo es nötig ist.

Im weiteren Verlauf führt mein Bericht durch die Fertigstellung des Bau 1 der „Hermann Marwede“ im Maßstab 1:72 als Standmodell. Da der Baukasten etliche und zum Teil schwerwiegende Fehler aufweist, habe ich mich im ersten Teil meiner Berichtsfertigung auf wesentliche und grundlegende Hinweise beschränkt. Wer gleich einmal nachlesen möchte, hier geht es zum 1. Baubericht des modernsten und größten Rettungskreuzers an unseren Küsten mit Standort vor Helgoland „Hermann Marwede“ der wie die gesamte DGzRS – ausschließlich durch freiwillige Spenden der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ finanziert wird. Im weiteren Verlauf verwende ich die offizielle Abkürzung: DGzRS.

Fertig ausgerüstet
Ohne Glashafen – aber fertig!

Backbord-Ansicht der Modell-Aufbauten des ersten vollendeten Baus der „Hermann Marwede“ noch vor der Endausrüstung und Montage. An dieser Stelle gleich ein paar persönliche Bemerkungen zum Modell: Alle Farben sind Originalfarbtöne gemäß RAL-Farbentabelle nach Vorgaben der DGzRS! Diese Originalfarben sind in der Bauanleitung auch mit den dort angegebenen Bezeichnungen der Hersteller nicht erreichbar, da es sich dort nicht um RAL-Farben handelt. Deshalb habe ich sie als Original RAL-Farben angeschafft oder anmischen lassen. Bitte beachten, daß z.B. die Tagesleuchtfarbe Rot, wie oben an den Brückenaufbauten der Farbton RAL 3024 ist und nicht irgendein Leuchtrot. Das Grün des oberen Fahrstandes z.B. ist RAL 6019, die Decks haben RAL 6001 und die Feuerlöscheinrichtungen tragen RAL 3000 auch als Feuerwehrrot bekannt. Auch das wurde beim Bau beachtet. Tagesleuchtfarben sind fotografisch nicht so darstellbar wie das Auge es am Original wahrnimmt. Jeder, der es einmal versucht hat, stellt nachher fest, daß dieses Leuchtrot vom Blickwinkel, aber auch sehr stark von den Lichtverhältnissen der Umgebung abhängt. Abweichungen auf den Fotos sind dafür ursächlich und stellen keine unsachgemäße Lackierung des Modells dar! Alle Fotos können herunter geladen werden. Dabei bitte ich den Copyright Hinweis im Impressum zu beachten. Viel Spaß beim Anschauen und Lesen. Ich freue mich auf Resonanz.

Der Bau 2 der „Hermann Marwede“ ist in vollem Gange. Der Baubericht dazu wird je nach Fortgang vervollständigt. Da es sich bei diesem Neubau um ein etwas größeres Projekt handelt, wird die Fertigstellung, aber auch die Darstellung und Berichtsfertigung auf meiner Homepage dauern! So erleben Sie Live, was es heißt, solch ein Modell – mal eben – zu bauen. Diese Sprüche habe ich nur allzu oft gehört und sind für mich kein Maßstab. Es muß schon Spaß machen und den zur Verfügung stehenden zeitlichen Rahmen nicht sprengen.

Hier geht es zu meinem ersten Bauprojekt Estebogen

Vorbereitung: Estebogen

Estebogen mit Schlepper
Estebogen mit Schlepper Garant

Vorausschicken möchte ich hier an dieser Stelle, das ich bei Baubeginn meines ersten Schiffsmodells noch keinen Internetauftritt hatte. Im Laufe der Jahre ist das hinzugekommen. Daher schreibe ich bei diesem Modell aus der Erinnerung heraus, so daß nicht alles mehr so bis ins Detail verfügbar ist. Aller Anfang war/ist schwer. Das weiss jeder, der etwas völlig Neues beginnt. So auch ich. Fest im Einsatzdienst eingebunden, sollte sich der Schiffsmodellbau rasch in den Alltag integrieren.

Frisch ans Werk. 

Ich besorgte mir den so genannten Schnellbaukasten des Modells: „Scol Progress“, dessen Schwesterschiff ich daraus fertigen wollte. Ein paar ganz wenige Fotos bekam ich und an Hand derer setzte ich meine Vorstellungen um. Schon nach den ersten Teilen erkannte ich, das das allein nicht meinen Vorstellungen von Schiffsmodellbau entsprach. Teile aus dem Baukasten verwarf ich und fertigte sie neu an. Zum Teil aus anderen Materialien, zum Teil mit Teilen aus der Packung. So kam ich recht bald zu dem Entschluß: Da geht noch mehr!

Um nicht gänzlich von vorne zu beginnen, wagte ich mich bei den beiden Deckskränen an den kompletten Neubau. Hierbei kam mir ein ganz wunderbarer Kontakt zu Hilfe, über den ich detaillierte Kranpläne als Komplettkopie erhielt. So konnte ich sämtliche Teile aus Bronceblech schneiden, bohren und löten. Doch auch damit nicht genug. Die Seilrollen gaben den Entschluß zum Kauf einer Drehmaschine. Also kaufte ich mir eine Emco Unimat 3 (die es so leider nicht mehr gibt – daher suche ich noch das eine oder andere Zubehörteil). Das war rasch getan und schon die ersten Versuche konnten sich sehen lassen. So ausgestaltet, nahmen die beiden Kräne Form an.

Doch wie farblich gestalten? Nein ein Pinsel kam von Anbeginn nicht in Frage. Da ergab sich nur das Spritzen mit Pistole. Also auch mit diesem Thema beschäftigen. Heute habe ich mich auf das Airbrushen versteift, was mit einer guten Airbrushpistole Freude macht. So werden winzige Strukturen, Handgriffe, Fensterrahmen u.s.w. nicht mit Farbe zugekleistert.

Baukastenrumpf
Rumpf vor dem ersten Lackierversuch

Der Rumpf meiner „Estebogen“ – das war mir damals leider nicht bekannt und auch unfairerweise von Anderen, die es wußten, nicht rechtzeitig gesagt worden, enthielt einen entscheidenen Fabrikationsfehler des Herstellers: Ein bei der Herstellung aufgetragenes Trennwachs verblieb auf der Oberfläche. Wie sich nach meinem ersten Spritzen des Rumpfes (mit Originalfarbe) herausstellte, haftete die Farbe nicht auf dem Rumpf. Es entstand keine Verbindung. So blätterte die Farbe an etlichen Stellen bei leichtester Berührung ab. Alles umsonst und wieder von vorne beginnen. Nur jetzt kam das nächste Problem: An den Stellen, wo die Farbe hielt, war sie kaum mehr abzuschleifen. So mußte ich mich darauf beschränken, das Schleifen so gut es ging vorzunehmen. Aber der dann auch 2. Versuch, vorgenommen von einem „König im Modellbau“ (seine eigene Betitelung), war nicht viel besser. Aber so mußte ich mich damit zufrieden geben und konnte es auch. Nur Eingeweihte und diejenigen, die ja schon alles im Vornherein wußten, konnten die Fehler in der Lackoberfläche beim genauen Hinsehen erkennen. Aber was soll´s. Das passiert nur einmal!

Hier geht es weiter: Arbeitsschritte