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Schiffsmodellbau und wie ich es sehe!

Schnellbaukasten kaufen, zusammen kleben und das war es?

Nein! Daher stelle ich meine Sichtweise dar, bewerte es kritisch und hinterfrage: Woher? Warum? Wie mache ich es?

Die Fortsetzung des 2. Baus des Modells „Hermann Marwede“ verzögert sich. Es hat sich bereits einiges getan. Ein Tip: Schauen Sie am linken Bildschirmrand unter der Überschrift: „Aktuelle Beiträge“ nach. Stand: 31.01.2019

Nach langer Vorbereitung und Umsetzung für die Gestaltung des Modells „Hermann Marwede“ II, wurden insgesamt 18 Elektrische Beleuchtungskörper am Mast realisiert. Der Aufwand ist nicht gerade unerheblich. Deshalb habe ich bereits die Mastbeleuchtung als Teilbericht eingestellt und aktuelle Bilder hinzugefügt. Stück für Stück geht es dann weiter. Abgeschlossen ist der Bau des Tochterbootes „Verena“. Dazu auch wieder Bilder vom Bau und den einzelnen Bauschritten bishin zur aufwendigen Lackierung mit der Airbrush-Pistole.

Doch nun der Reihe nach, so wie ich begann und den Modellbau Schritt für Schritt erweiterte.

Das nachfolgende Bild zeigt meinen ersten Frachter die „Estebogen“, Baubeginn 1988. Sehr schnell genügten die Teile des Baukastens meinen Vorstellungen von einem Schiffsmodell bei weitem nicht mehr. Preß- bzw. Tiefziehteile, befanden sich in unzureichender Qualität und Ausführung. Die Deckskräne z.B. habe ich nicht verwendet, sondern nach Original-Werftplänen komplett und maßstabsgetreu aus Bronzeblech erbaut und gelötet! Wer sich noch an das alte Baukastenmodell „Scol Progress“ erinnert, weis wovon ich hier spreche!!! Über die Funkfernsteuerung lassen sich außer den Fahrbewegungen vorwärts und rückwärts, auch das eingebaute Bugstrahlruder für die seitwärts-Bewegungen steuern. Wie ich noch in meinen Wettbewerbsschilderungen an anderer Stelle ausführe, ist der Einbau eines Bugstrahlruders fast schon ein muß. Die komplette Fahr-und Decksbeleuchtung kann per Funk an- oder abgeschaltet werden. Selbst bei näherem Hinsehen, sind die Positionslaternen, Lampen in den Masten und an Deck kaum zu erkennen. Einer Nachtfahrt steht somit nichts im Wege und ist ein erhebendes Gefühl. So erzeugt die richtige Wahl und Anordnung der Beleuchtung ein naturgetreues Bild bei Nacht!

Auf erster Testfahrt
Testen aller Fahrfunktionen.

Bei der Berichtsfertigung meines ersten Baus eines fernlenkbaren Schiffsmodells – die „Estebogen“ (Maßstab 1:100), werde ich auch auf Probleme hinweisen, die der Neuling nicht zu ahnen wagt. Hierzu, aber auch zu anderen Fragen, beziehe ich so nach und nach Stellung und füge Ergänzungen hinzu. Da ich die Gestaltung dieser Homepage selbst vornehme und ich darin kein Profi bin, benötige ich sehr viel Zeit. Tipps zur Ausgestaltung dieser Homepage und zu wünschenswerten Beiträgen wären willkommen. Gern antworte ich auf ehrliche Fragen und unterstütze, wo es nötig ist.

Im weiteren Verlauf führt mein Bericht durch die Fertigstellung des Bau 1 der „Hermann Marwede“ im Maßstab 1:72 als Standmodell. Da der Baukasten etliche und zum Teil schwerwiegende Fehler aufweist, habe ich mich im ersten Teil meiner Berichtsfertigung auf wesentliche und grundlegende Hinweise beschränkt. Wer gleich einmal nachlesen möchte, hier geht es zum 1. Baubericht des modernsten und größten Rettungskreuzers an unseren Küsten mit Standort vor Helgoland „Hermann Marwede“ der wie die gesamte DGzRS – ausschließlich durch freiwillige Spenden der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ finanziert wird. Im weiteren Verlauf verwende ich die offizielle Abkürzung: DGzRS.

Fertig ausgerüstet
Ohne Glashafen – aber fertig!

Backbord-Ansicht der Modell-Aufbauten des ersten vollendeten Baus der „Hermann Marwede“ noch vor der Endausrüstung und Montage. An dieser Stelle gleich ein paar persönliche Bemerkungen zum Modell: Alle Farben sind Originalfarbtöne gemäß RAL-Farbentabelle nach Vorgaben der DGzRS! Diese Originalfarben sind in der Bauanleitung auch mit den dort angegebenen Bezeichnungen der Hersteller nicht erreichbar, da es sich dort nicht um RAL-Farben handelt. Deshalb habe ich sie als Original RAL-Farben angeschafft oder anmischen lassen. Bitte beachten, daß z.B. die Tagesleuchtfarbe Rot, wie oben an den Brückenaufbauten der Farbton RAL 3024 ist und nicht irgendein Leuchtrot. Das Grün des oberen Fahrstandes z.B. ist RAL 6019, die Decks haben RAL 6001 und die Feuerlöscheinrichtungen tragen RAL 3000 auch als Feuerwehrrot bekannt. Auch das wurde beim Bau beachtet. Tagesleuchtfarben sind fotografisch nicht so darstellbar wie das Auge es am Original wahrnimmt. Jeder, der es einmal versucht hat, stellt nachher fest, daß dieses Leuchtrot vom Blickwinkel, aber auch sehr stark von den Lichtverhältnissen der Umgebung abhängt. Abweichungen auf den Fotos sind dafür ursächlich und stellen keine unsachgemäße Lackierung des Modells dar! Alle Fotos können herunter geladen werden. Dabei bitte ich den Copyright Hinweis im Impressum zu beachten. Viel Spaß beim Anschauen und Lesen. Ich freue mich auf Resonanz.

Der Bau 2 der „Hermann Marwede“ ist in vollem Gange. Der Baubericht dazu wird je nach Fortgang vervollständigt. Da es sich bei diesem Neubau um ein etwas größeres Projekt handelt, wird die Fertigstellung, aber auch die Darstellung und Berichtsfertigung auf meiner Homepage dauern! So erleben Sie Live, was es heißt, solch ein Modell – mal eben – zu bauen. Diese Sprüche habe ich nur allzu oft gehört und sind für mich kein Maßstab. Es muß schon Spaß machen und den zur Verfügung stehenden zeitlichen Rahmen nicht sprengen. Auch Fragen und Tipps zu einer ferngesteuerten Version kommen nicht zu kurz.

Hier geht es zu meinem ersten Bauprojekt Estebogen

Live an Bord von „Hermann Marwede“

„Hermann Marwede“ erstmaliger Gast bei der Einlaufparade 2014 in Hamburg

Einweisung vor FahrtantrittBeim Betreten des Seenotrettungskreuzers, wurden wir (siehe rechts) herzlich empfangen. Schon nutzte ich die Gelegenheit ein paar Bilder von kleinen Details anzufertigen, bevor es nach ein paar einleitenden Worten durch den Vorsitzenden der „Gesellschaft“ Gerhard Harder, dem Leiter der Hamburger Repräsentanz Kapitän Ralf Krogmann und dem Vormann Jörg Rabe los ging. Das Wetter zeigte sich zu Beginn noch Regenfrei aber windig. So nutzten die ca. 50 Besucher die Zeit, um sich das Schiff aus allen Perspektiven anzuschauen.

Nichts wie rauf auf die Brücke und dem Vormann über die Schulter schauen. Immer wieder beantworten er und seine Männer die bohrenden Fragen zum Schiff und der Bedienung. Nichts blieb ungeklärt. Von oben aus dem Steuerstand betrachtet, ist es nur schwer vorstellbar, was es bedeutet mit der ungetümen Kraft der Wellen bei Sturm in aufpeitschender See diesen Kreuzer hinaus zum Unglückort zu bewegen, den Havaristen auszumachen und zu retten was es zu retten gibt. Und das bei der sprichwörtlichen Redewendung: Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben. Still lauschten wir den Erklärungen über Sinn und Anwendung der vielen Instrumente für die Maschinen. Ein großes Augenmerk galt den Monitoren, die 2-fach angeordnet (an beiden Steuerständen) das gerade aktuelle Fahrtgebiet auf der elektronischen Seekarte zeigten.

Die Zeit verinnt im Fluge. Kaum Details erkundet, Bilder gemacht und immer wieder die herrliche Fahrt auf dem Strom elbaufwärts Richtung Hamburg fest im Blick, gab es einen leckeren Snack im großen Mehrzweckraum. Dieser Raum ist vorwiegend als Funktionsraum ausgerüstet. Wird z.B. die Feuerwehr von Land an Bord genommen um eine Brandbekämpfung auf See durchführen zu können, werden hier die Einsatzgeräte, Schutzkleidungen und Versorgungsgüter gestaut. Die Mannschaften können sich hier für den Einsatzzweck entsprechend ausrüsten. Ablagen in Stehhöhe sind umlaufend mit Haltegeländern versehen, um dort Tragen mit Verletzten abstellen und gegen den Seegang festzurren zu können. Direkt von hier mit freiem Zugang ist das Bordhospital integriert. Ausgestattet mit der gängisten und auf landseitigen Rettungsmitteln üblichen medizinischen Ausrüstung, können Erstversorgungen und Betreuungen der Verunfallten bzw. erkrankten Personen durchgeführt werden. Bei Bedarf kann ein Arzt per Hubschrauber zugeführt oder gleich zu Beginn des Einsatzes mitgenommen werden. Alles wird mit dem Krankenhaus in Cuxhaven abgstimmt und koordiniert. Ist mal kein Arzt anwesend, so kann die Schiffsbesatzung dem Patienten ein EKG anlegen und die Daten per Telemetrie in das Krankenhaus zur weiteren Diagnosestellung und Einleitung geeigneter medizinischer Maßnahmen, senden. So kann recht genau entschieden werden, ob ein Arzt rasch an Bord kommen muß, oder die Betreuung bis zum Einlaufen im Hafen mit anschließender Übergabe an den Rettungsdienst vor Ort, ausreicht.

Schiffsbegrüßungsanlage "Schulauer Fährhaus" Nach der Stärkung ging es wieder hinaus an Deck. Immer wieder regnete es auch mal recht heftig, tat aber der Stimmung keinen Abbruch. So war es für uns ein erhebendes Gefühl, auf solch einem Seenotrettungskreuzer der besonderen Bauart den heimatlichen Fluß „Elbe“ hinauf fahren zu dürfen. Schon bald war Wedel in Sicht. Hier ist der Welt einzige Schiffsbegrüßungsanlage im Schulauer Fährhaus, die sogar in allen Seekarten eingezeichnet und bei Seefahrern sehr beliebt ist. So kommt ein ergreifendes Gefühl auf, nach langen Entbehrungen auf See in der Heimat angekommen zu sein. Jedes einlaufende Seeschiff wird über eine dem Wasser zugewandte Lautsprecheranlage per Hamburger Willkommensmelodie – „Steuermann halt die Wacht“ – und der Nationalhymne des jeweiligen Heimatlandes des Schiffes begrüßt. Im Fährhaus an Land erhalten die Gäste in allen Räumen Schiffsdaten erläutert, sowie Herkunfts- und Zielhafen genannt. Die „Brücke“ des Willkommenshöft wird durch erfahrene Fahrensmänner besetzt, die direkten Zugang zu den Daten der Schiffsmeldestelle haben. Ein Archiv von allen seefahrenden Nationen mit ihren Hymnen auf Cassetten steht griffbereit zur Verfügung. Umgekehrt werden die auslaufenden Seeschiffe genauso verabschiedet. Mit einem: „Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Hamburger Hafen – Gute Reise“, gleiten die Schiffe vorbei. Auch wir wurden selbstverständlich mit der Nationalhymne begrüßt.

Die Parade der Schiffe

Hermann Marwede Bau Nr. 2

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich begonnen, das schon einmal von mir gebaute Stand-Modell des Rettungskreuzers „Hermann Marwede“ erneut zu bauen. Hierfür gab es mehrere verschieden geartete Gründe:

  • Das erste Modell hatte ich im Auftrag gebaut und abgegeben.

  • Der Bau gab soviel Potential für Veränderungen her, das der Gedanke es noch einmal zu bauen sehr real wurde. Obgleich ich ein Standmodell baue, soll es aber dennoch alle Beleuchtungseinrichtungen schaltbar aufweisen. So sollen diese Funktionen von außerhalb mit einer Fernbedienung ansteuerbar sein. Obwohl im Sommer 2012 die Heckwanne des Kreuzers komplett umgebaut wurde und das modernste Tochterboot erhielt, bleiben wir Beide beim Bau bei der alten Version. Für einen Ist-Zustand muß ich mich entscheiden.

  • Den Fähigkeiten entsprechend, möchte ich meine Möglichkeiten ausschöpfen. Ein Wort zur Beleuchtung: Da ich leider immer wieder feststellen muß, das sich Modellbauer nicht immer an die exakte Lichterführung halten, wird der Seenotrettungskreuzer der DGzRS sie im Original führen.

  • Andere Verfahrenstechniken und Wege reizen dazu, noch mehr aus dem Modell herauszuholen.

Liegeplatz Landungsbrücken in Hamburg
Open Ship 2004

Ob mir das gelingen wird, muß die Zeit zeigen. Der Anfang ist gemacht. Nun gilt es mit guter Planung das alles in die Tat umzusetzen, was ich mir vorgestellt habe. Bedingt durch andere Aktivitäten außerhalb des Modellbaus, werde ich nur stückweise vorankommen. Aber genau diese Stücke sollen hier in zeitlicher Abfolge vorgestellt und gezeigt werden. Wie schnell man etwas umplant, sobald das Interesse geweckt worden ist, möchte ich am folgenden Beispiel deutlich machen. Nach genauem Hinsehen gefielen mir die fertigen Relingteile des Baukastens nicht mehr. Also überlegt, kam ich zu folgender Übereinkunft: Dann baue ich die Teile doch selbst. Prima Idee, aber wie umsetzen. Nun kam der Kollege Computer mit ins Spiel. Ein Zeichenprogramm mußte her. An Hand der vielen zeichnerischen Versuche, habe ich jetzt eine Konstruktion gefunden, die es gilt selbst auf der Dreh- und Fräsmaschine herstellen zu können. Solch ein Zeichenprogramm ist dabei schon sehr nützlich, da es unnötige Fehlversuche vermeidet. Eine Zeichnung kann durchdacht, umgezeichnet und neu überdacht werden, bis die machbare Lösung gefunden ist.

Wie jeder einmal bereits erfahren hat, stimmen die Zeichnungsmaße nicht immer mit den Maßen im Baukasten überein. So fertigte ich vom Back- und Hauptdeck zuerst eine Rasterzeichnung an, über die ich im Abstand von 10 mm alle Breiten und Längen in die Zeichnung übertrug. Nach dem Ausdrucken, wurden die Aussparungen und erhabenen Markierungen ausgeschnitten, damit das Papier bündig aufliegt. Auch die vorhandenen Pollerfundamente wurden abgeschliffen. Sie werden mit den Pollern zusammen neu gefertigt. Nach dem Verspachteln aller ehemaligen Bohrungen, werden sie einfach wie folgt neu gesetzt.

Die erstellten Zeichnungen auf Bleche geklebt und exakt gebohrt, habe ich so paßgenaue Bohr- und Montageschablonen für die gesamten Relingsteile und Pollerstandorte. Jetzt noch die Bleche sauber auf den Decks fixiert, werden alle Bohrungen erstellt. Auch können mit Hilfe dieser Schablonen die zu lötenden Relingssegmente später exakt überprüft werden. So vermeide ich unnötige Versuche am gebohrten Deck nachzubessern.

Die Unterbringung des Modells erfolgt in einem Glashafen, dessen Erstellung auch erwähnt werden wird. Dazu aber später. Hier geht es weiter zur Vorbereitung .

Bilder Marwede 1

Bilder vom ersten Bau der „Hermann Marwede“ als reines Standmodell.

Zur Zeit entsteht Hermann Marwede Bau II ebenfalls aus dem Baukasten, aber mit noch mehr Details und Besonderheiten. Auch darüber soll demnächst berichtet werden. Es wird aber noch etwas dauern.

Arbeitsschritte: Marwede 1

In diesem Abschnitt weise ich auf einige Verfahren hin, die ich benutzt habe, um ein besseres Gesamtergebnis zu erzielen. Auch möchte ich nicht den vollständigen Bauablauf aufzeigen, sondern Probleme zur weiteren Verfeinerung darlegen. Nichts ist vollkommen und Vieles auch noch besser lösbar. Um das Nachfolgende besser zu verstehen, sollte der dem Baukasten beiliegende Bauplan zu Hilfe genommen werden. Erst dann macht diese detaillierte Erläuterung Sinn!!! Baukastenteile zu Baugruppen zusammenstellen; hier erläutert am Beispiel Rumpf: Im Weiteren aufgeführte Nummern in Klammern gesetzt z.B. (A1), bezeichnen das Bauteil aus dem Original Bauplan der Fa. ®Revell „Hermann Marwede“.

  • 1.) Rumpfteile säubern und entgraten
  • 2.) Teile (D171 + D172) Aufnahme für Bugstrahlruder (Schrauben erst zum Schluß!!!) einbauen.
Schrauben im Rumpf
Befestigungspunkte zum Anschrauben des Modells

Rumpf (A1) auf einem Arbeitsbrett ausrichten und montieren dazu im Bereich des späteren Modellständers (E214 + E215) jeweils ein Loch senkrecht in den Kiel der Rumpfschale bohren. Der Durchmesser sollte gerade groß genug für eine Schraube sein, mit der der Rumpf auf dem Arbeitsbrett angeschraubt werden kann. Mit dem gleichen Durchmesser und Abstand zueinander die beiden Löcher durch das Arbeitsbrett bohren. Auf der Brettunterseite für den Schraubenkopf eine Vertiefung mit dem Senker vorsehen, damit die Schrauben nach dem Befestigen des Rumpfes nicht überstehen. Im Rumpf jetzt jeweils eine Schraubenmutter einleimen. Nach dem Aushärten den Rumpf auf der Arbeitsplatte ausrichten und festschrauben. Vorher habe ich im Rumpf aber noch überall dort Löcher gebohrt, wo später z.B. die Ruderblätter und Wellenkoker an den Rumpf gesetzt werden. Zur besseren Fixierung hier überall kleine Stifte in die Teile setzen. Im gleichen Durchmesser im Rumpf an der Montagestelle bohren. Im weiteren Verlauf nenne ich dieses Verfahren – Stiften. Bb (B7)+ Stb (B8) ohne Scheiben anleimen.

  • 3.) Achterdeck (G6) mit Hauptdeck (C5) einpassen aber noch nicht einleimen.Dabei darauf achten, daß das Teil (B211) genau in den Rumpfausschnitt paßt (etwas abfeilen!) und einleimen.

Außen am Rumpf Wallschienen noch nicht anbringen, wohl aber anpassen und so mit kleinen Stiften rückseitig versehen, daß nach der Lackierung des Rumpfes diese Wallschienen ohne Mühe angesetzt und geklebt werden können.
Achtung: An dieser Stelle weise ich schon daraufhin, das die Verklebung von bereits fertig lackierten Teilen untereinander nicht unproblematisch ist und von der Verwendung des geeigneten Klebers abhängt. Einige Kleber lösen die Lackierung zu stark an und zerstören die Oberfläche. Andere wiederum gehen keine haltbare Verbindung ein!!! Hier heißt es Selbstversuche mit Reststücken zu machen. Da am Rumpf die Wasserkästen (Kühlkästen) in Höhe der CWL (Konstruktionswasserlinie) fehlen, bietet es sich an, diese jetzt herzustellen und an den Rumpf zu leimen. stb 2 Kästen, bb 1 Kasten! Auch sollte am Bug ein Loch für den Kettendurchgang der Ankerkette gebohrt werden.

Kettenschacht
Einbau des Kettenschachtes

Hierein wird später bei der Montage das Rohr (vorher mit dem Backdeck verbunden) gesteckt und verleimt! So kann der Anker später an der Kette richtig außenbords fallen. Während diese Verklebearbeiten gut trocknen, habe ich Kleinteile entgratet, deren Position auf Paßgenauigkeit geprüft und zum Spritzen nach Farbauftrag geordnet auf eine Unterlage gesteckt. Wegen der Klebeprobleme s.o., habe ich z.B. Poller und andere Kleinteile, die in der gleichen Farbe gespritzt werden, wie ihre Umgebung (hier Decksfarbe und Poller grün), fest mit dem Deck verleimt. Dieses Verfahren bietet sich für alle Sektionen an und erleichtert später die Zurüstung! Nun das Achterdeck (G6) und das Hauptdeck (C5) im Rumpf einpassen und mit wieder lösbaren Klebestreifen festsetzen.

  • 4.) Loch für Kettenrohr (Ankerkette) schräg bohren und Rohr einsetzen, anreißen und feilen, bis die obere Öffnung bündig mit dem Deck und außenbords im Ankerkasten anliegt. Dann Rohr fest mit dem Deck verleimen. Noch nicht mit dem Rumpf verbinden!!!

Hubschrauber-Landedeck als komplette Sektion vorbereiten, und zum Spritzen nach Farbauftrag entsprechend zusammenfügen. Alles was später weiß gespritzt wird, schon jetzt außer den Absturzsicherungen (D 44-47) montiert. Kran bauen und je nach Können, mit den fehlenden Elementen wie z.B. Kranführerplatz, 2. Seilrolle und Motor vervollständigen.

  • 5.) Alle Rettungsinseln zusammenbauen.

Rückwärtige Wand (E70) ohne Glasscheiben und Rettungsinseln mit Schiebetür versehen. Wand erst bei der Endmontage komplett mit fertig beschrifteten Rettungsinseln und Glasscheiben versehen auf das fertige Deck (G6) leimen. Rettungsschlauchboot: Teile anpassen, Schläuche (G63 + G64) bzw. (G65 + G 66) verleimen – aber nicht mit dem Boden verbinden. Diese spätere Montage erleichtert das saubere Spritzen der Teile. Nach dem guten Trocknen der Teile, vorsichtig die Klebeflächen von Farbe befreien. Das geht mit einem sehr scharfen Skalpell ausgezeichnet! Jetzt zusammenleimen und Beschriftungen ergänzen.

  • 6.) Abgasrohre des Motors innen schwärzen und erst dann verleimen.

Niedergänge je nach Lackierung mehr oder wenig zusammenleimen und spritzen. z.B. Verteilerleiste (F 108) für die Schlauchanschlüsse nach der Lackierung an den Niedergang anleimen. Alle Relingsteile erst Spritzen und als Allerletztes auf die Decks kleben. Zur besseren Verleimung, habe ich kurz vor der Endmontage mit einem kleinen Bohrer die Farbe aus den Vertiefungen für die Relingsstützen entfernt. So halten die winzigen Klebepunkte viel besser!!! Auch die große Winde (F85-F90) sollte vor der Montage gespritzt werden.

Kommen wir nun zu den Decksaufbauten. Gleich hier eine im Bauplan nicht vermerkte, aber wichtige Information: Da alle Aufbauwände am Fuß jeweils einen umlaufenden Streifen in Deckslackierung besitzen, sollte die nachfolgende Bauweise eine Hilfe sein, diesen Farbauftrag entsprechend zu verwirklichen. Vorweg gesagt, nachdem die lose errichteten Aufbauten fertig lackiert wurden, erhalten sie einen grünen Fußstreifen. Wer es versuchen möchte, kann die Methode auch herum drehen und zuerst den grünen Streifen spritzen und danach die komplette Weißlackierung auftragen. Dabei ist zu bedenken, das die Abklebung evtl. den sehr schmalen Streifen in Grün beim Entfernen zerstören kann. Ich habe mich für die erste Variante entschieden und bei entsprechender Sorgfalt gute Ergebnisse erzielt. Zuerst habe ich die Teile (G 91) mit den Stufen versehen. Danach die Teile (G 92 + G 93) ohne Scheiben in die Aussparung auf dem Deck mit Teil (G 91) gestellt und fixiert. Danach die Wand (G 95) ohne Scheibe in der Tür mit den Teilen (G 96 + G 97) eingepaßt und alle Wände!!!untereinander von innen verleimt. Die Niedergänge 16 + 17 werden nun mit den Geländern verleimt und dann gespritzt. Montage später. Rohre für die Wasserversorgung zu den Feuerlöschanschlüssen in den Positionen anpassen, fixieren und verleimen (später erst am Deck verleimen!). Wände für das Brückendeck wievor beschrieben ebenso als kompakte Baueinheit verleimen (ohne Scheiben). Nun die Teile (C 129, C 131 + C 132 dto. verleimen.

Nischenbau der Positionslichter
Nischenfertigung für die Positionslichter

Jetzt die Nischen für die Positionslaternen durch ein- bzw. aussägen erstellen. Komplette Einheit am Deck anpassen. Die Reling jetzt einkleben (hält besser) oder nach dem Spritzen aufleimen. Wenn alle Decksaufbauten als einzelne Sektionen fertig, also auch gespritzt sind, können sie untereinander soweit verleimt werden, das sie an sich gesehen eine große Aufbau-einheit bilden. Vor dem Aufsetzen der Decks, müssen die jeweiligen Glasscheiben von innen eingesetzt werden. Ebenso wird mit dem Hubi-Deck verfahren. Erst kurz vor der Endmontage das Hubideck auf die Wände leimen. Hier darauf achten, das die Teile Kran mit dem Hubideck zusammen eine Einheit bilden und sich untereinander durch die Verklebung stabilisieren!!!

Wer die Brücke zum Schluß mit dem Deck verklebt, hat es etwas leichter, da vorher der Mast, der Feuerlöschmonitorsockel und die Rohrverbindung eingepaßt werden können und somit die Arbeiten nur an der Sektion und nicht am fertigen Modell erfolgen müssen. Es erfolgt die Masterstellung. Gleich hier weise ich daraufhin, das es gut ist, im Mast einen stabilen Stift einzusetzen, der später die komplette Einheit (F 152) mit allen Antennen, Positionslaternen, Blaulicht und Windmesser aufnimmt. Dafür wird von unten in diese Einheit ein Loch gebohrt, in das der Stift des Mastes paßgenau eingreift. Da nur geringe Klebeflächen diese Einheit später tragen, erhöht diese Art von Zusammenbau die Stabilität. Vorgesehen sind leider keine Befestigungsösen für die Leinen am Mast (Gösch) zur Aufnahme der jeweiligen Flaggen. Dazu habe ich waagerecht in das Teil (F 152) Messingstifte eingesetzt, an deren Ende die Ösen für die Leinen kommen. Die Leinen habe ich aus feinster schwarzer Seide gefertigt und schon lang genug gelassen an das Teil befestigt. Am Original, bzw. auf den Photos läßt sich genau sehen, wo das jeweilige andere Ende der Flaggenleine später befestigt wird.
Ein sinnvoller Hinweis zur Masterstellung und Montage: Ich habe, nachdem nur der Mast fertig verklebt und gespritzt war, zwei kleine Fußplatten gefeilt, die genau von unten in die Öffnung der beiden Mastfüße passen. Durch die Schrägen am Fuß, ergibt sich nach Verleimung der Fußplatten auf dem Peildeck, eine wieder lösbare Verbindung. Der Mast kann so mehrmals von vorn aufgeschoben werden und hält schon ohne Verleimung!!!
Nachdem nun alle Sektionen sinnvoll erstellt, die Lage der Zurüstteile für die Montage gut durchdacht und Alles mit Klebestreifen vorfixiert wurde, kommt jetzt der Teil der Lackierung. Alles demontieren und Schritte für die Lackierung gut überdenken. Die einzelnen Vorarbeiten zum Spritzen habe ich bei den Airbrushern erfragt. Dafür empfehle ich das folgende Airbrushforum. Hier wurde auch mir umfassend geholfen. Ich habe zuerst die Decks per Airbrushtechnik mit der Originalfarbe RAL 6001 versehen. Danach folgten alle Teile in dieser Farbe. Während die Teile gut !!! trocknen – mir wurde mehrfach gesagt, mindestens 3 – 4 Tage zu warten, habe ich alle Kleinteile in der Farbe Weiß gespritzt. Dann ging es mit RAL 3024 (Tagesleuchtfarbe Leuchtrot!!!) weiter. Achtung: Die Innenseiten des oberen (offenen) Steuerstandes sind im Farbton RAL 6019 (weißgrün). Die Farbe habe ich mir im Fachhandel anmischen lassen.

  • 7.) Nun alle Teile der Feuerlöscheinrichtung in RAL 3000 (Feuerrot)

Erst nachdem ich alle Einzelteile und Baugruppen gespritzt hatte, habe ich das Tochterboot ähnlich der obigen Beschreibung gefertigt und lackiert. Bevor es nun an den Rumpf geht, wurde ein Grundbrett für die Aufnahme einer Plexiglashaube gefertigt und ebenso wie das Arbeitsbrett mit 2 Bohrungen versehen. Durch diese Löcher werden nach Fertgstellung des Modells 2 Schrauben geführt, die das Modell fest mit dem Grundbrett verbinden. Zwischen Rumpf und Grundplatte kommt dann noch der Ständer für das Modell. Entweder aus dem Baukasten oder selbst aus Messing gedreht, je nach persönlichem Geschmack. Grundplatte schleifen, und naturbelassen oder mit Bootslack verschönern.
Nun zurr Fertigung des Rumpfes: Dafür muß zuvor der Rumpf außen, sowie am Vorschiff auch teilweise innenseitig weiß gespritzt werden. Danach den Rumpf auf das Arbeitsbrett fixieren und genau nach der Wasserlinie waagerecht ausrichten. Mit Hilfe eines Parallelanreißers kann vorsichtig die waagerechte Linie in Höhe des Wasserpaßes angezeichnet werden. Wasserpaß ist die Linie zwischen der weißen Rumpffarbe und dem in RAL 3009 gehaltenen Unterwasserschiff.

  • 8.) Rumpf vom Brett lösen und an der angezeichneten Linie nach oben hin komplett abkleben. Jetzt das Unterwasserschiff und die Unterwasserbauelemente in RAL 3009 spritzen (außer Schrauben!!!). Nach einer ausreichenden Durchtrocknung erfolgt die Endmontage des gesamten Modells.

Zuerst die lackierten Wallschienen mit den eingesetzten Stiften in die Löcher am Rumpf einsetzen und von innen verkleben. So erhält man keine häßlichen Kleberspuren am Rumpf. Dann wird das Deck mit der Heckwanne eingeleimt. Jetzt die achtere Wand auf dem Hauptdeck Teil (E 70) einbauen und mit der Außenhaut verkleben. An dieser Stelle nicht das Einsetzen sämtlicher Scheiben von innen vergessen. Dann folgen die Sektionen auf dem Backdeck mit dem Mehrzweckraum, dem Brückendeck, das Helideck achtern und das Aufstellen des Mastes. Ist alles an seinem endgültigen Platz, bekommt das Modell alle noch fehlenden Ausrüstungsgegenstände wie da sind: Rettungskapseln, Niedergänge, Winde, Bordkran, Schlauchboot, Feuerlöschausrüstung, Lampen und Scheinwerfer.

Zu einem guten Aussehen eines Modells gehören alle Tiefgangsmarken, Namensschilder, Zeichen der Gesellschaft (DGzRS), alle Flaggenleinen samt der richtigen Flaggen und vieles mehr, um nicht alles namentlich zu erwähnen. Nun noch das Tochterboot „Verena“ in die Heckwanne setzen. Fertig ist das gelungene Modell aufgesetzt auf gedrehte Sockel und mit dem Grundbrett fest verschraubt. Die geputzte Haube drüber und eine erlebnisreiche Bauzeit geht zu Ende.

Nun hoffe ich, etwas zu einem guten Modellbau beigetragen zu haben, wünsche viel Spaß und gutes Gelingen. Für alle Anderen, die ihr Modell fahrfertig ausgestattet haben ein „Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ und allzeit gute Fahrt.

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