Tochterboot „Verena“

Achtung: Fotografisch im Bildformat 16:9 gestreckt!
Achtung: Fotografisch im Bildformat 16:9 gestreckt!
Kommen wir nun zum Bau des Tochterbootes „Verena“. (Anmerkung: Vor einigen Jahren, wurde im Rahmen eines Umbaus der „Hermann Marwede“ im Bereich des Hecks, ein völlig neu konzipiertes Tochterboot an Bord gesetzt. Dazu mußte die Hecksektion zum Slippen des neuen Bootes verändert werden. Die folgenden Bauschritte beziehen sich alle auf den vorherigen Bauzustand mit Tochterboot „Verena“).

Bei der Planung wurde rasch klar, das in verschiedenen Bauabschnitten wird gebaut werden müssen, da die Lackierung einen größeren Aufwand erforderlich machen würde.
Die Teile Rumpf, Deck und Aufbau wurden so angepaßt, das provisorisch alles paßgenau zusammengesteckt werden kann. Die Rumpfschale bekam Ruderblatt, Welle und Fanghaken angebaut und wurde sauber geschliffen. Nun folgten der Aufbau verleimt und an die Aussparung im Deck angepaßt – ohne hinteres Schott – aber noch nicht in das Deck eingeleimt. Das Schott erhielt sämtliche Ätzteile in Form von Fensterrahmen, Türbeschläge, Bedienarmaturen und auch ein Rollnetz. Es folgte der Innenausbau der Rumpfschale mit Ätzteilen wie Anker, Trittstufen, Beschlägen und die genaue Einpassung des Schotts (siehe unteres Bild). Wenn es stramm bei der Montage sitzt, braucht man zum Einbau nur ganz wenig Kleber und die Montage ist perfekt.

Kleinteile am Schott
Achterschott mit Ätzteilen.

In den Aufbau werden alle genieteten Rahmen der Scheiben eingeklebt und die äußere Haltestange so angepaßt, das sie später nur noch verleimt werden muß. Der Mast stellt auf Grund seiner geringen Größe ein paar Anforderungen an den Bau. So wollte ich ihn unbedingt klappbar herrichten, damit das Tochterboot sowohl in der Hecksektion des Seenotrettungskreuzers mitgeführt, als auch auf einem separaten Modellständer einzeln neben dem Modell aufgestellt werden kann. So bohrte ich durch die Halterung auf dem Deck, als auch durch den Mast ein 0,4 mm Loch, führte einen Stahldraht durch und das Scharnier war perfekt. Nach der Demontage wurden Teile am Mast entfernt und gegen Ätzteile ausgetauscht, bzw. mit Scheinwerfer, Antennen und Wegerechtslicht (Blaulicht) ergänzt.

In das Deck klebte ich Haltestreifen von innen ein, damit der Aufbau paßgenau darübergesetzt fast alleine in seiner korrekten Position gehalten wird. Weitere Ätzteile wie Gummimatte, Trittstufen und Beschläge fanden den endgültigen Platz. Nachdem auch das geschafft war, wurde noch das Peildeck mit Scheinwerfern, Peilantenne und Fensterrahmen komplettiert. Nun nur noch alles zusammenfügen und prüfen, das alles paßt.

Eine sehr aufwendige Arbeit folgte jetzt. Nach dem Demontieren aller Bausegmente, ging es ans Grundieren. Das ist unbedingt erforderlich, da die verwendeten Farben sich nicht gut mit den Ätzteilen verbinden. Nach dem Spritzen gut 3-4 Tage durchtrocknen lassen und erst danach mit den Lackierarbeiten beginnen. Zuerst alles in weiß (RAL 9010) spritzen, dann abkleben und mit RAL 3024 (Tagesleuchtfarbe) absetzen. Am Rumpf und Deck Bereiche abkleben und mit grün RAL 6001 spritzen. Nicht den dünnen Streifen (Wasserpaß) an den Wänden als Übergang zum Deck vergessen. Das Gleiche gilt natürlich auch für die „Hermann Marwede“. Dort haben alle Aufbauten, einschließlich Helideck und die Schanzkleider diesen Wasserpaß. Der fehlt an vielen Modellen, ist aber auf Schiffen immer vorhanden. Nach einer guten Durchtrocknung die Fensterrahmen und die Wallschiene lackieren.

Ist das geschafft, werden noch das Namensschild (Ätzteil) und Das SAR-Symbol beidseitig am Rumpf als Decal aufgelegt und der Mast montiert. Aber vor dem Aufsetzen des Peildecks erhält der Aufbau noch seine Fensterscheiben von innen hinterklebt. In der Zwischenzeit wurde noch aus Kunststoffteilen und zweier Gewindestangen ein passender Bootsständer gebaut. An Hand der Spantenrisse im Bauplan, ließ sich die Kontur des Rumpfes gut übertragen. Zu guter Letzt erfolgt noch der Klarlack-Auftrag, um alles zu schützen. Dabei kann – wenn gewünscht – der Glanzgrad des Klarlacks vor dem Spritzen mit etwas Mattlack eingestellt werden.

Im Hafen von Helgoland
Tochterboot startklar in der Heckwanne.